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Veröffentlicht am 17.01.2022

In Europa, Nord- und Südamerika gilt das Handschütteln als gängige Begrüßungsart. In Südeuropa wird ein Küsschen bevorzugt; dabei gilt immer: die linke Wange zuerst. Allerdings werden die Küsschen häufig nur angedeutet und können in der Anzahl zwischen zwei und vier variieren.

Obwohl das Händeschütteln in Indien nicht gänzlich unüblich ist, so ist das am meisten gesehene Begrüßungsritual das „Namasté“ („Ich verbeuge mich vor dem Göttlichen in dir“). Dabei faltet man die Hände vor der Brust und verbeugt sich leicht.

Von Aloha bis Zdrawstwuitje: Übersetzungen für Hallo gibt es fast so viele wie Länder auf der Welt – die richtige Begrüßung kann auf Reisen Türen öffnen und der Beginn einer wunderbaren Begegnung mit Einheimischen sein. So machen Sie in der Ferne einen positiven ersten Eindruck und zeigen Respekt vor Ihrem Gesprächspartner. Aber in vielen Kulturen steckt hinter einer Begrüßung noch mehr als reine Worte: Ist eine herzliche Umarmung, Küsschen links, Küsschen rechts (und noch mal links) oder doch lieber ein fester Händedruck oder eine respektvolle Verbeugung gefragt? Welches Begrüßungsritual ist wo die richtige Wahl, um bei seinem Gegenüber nicht ins kulturelle Fettnäpfchen zu treten? Und hat sich durch Corona etwas an diesen landestypischen Begrüßungsformen verändert?

Während die Corona-Pandemie die Welt noch immer mehr oder weniger fest im Griff hält und man sich bemüht, zum eigenen und zum Schutze seiner Mitmenschen, persönliche Kontakte einzuschränken, leiden darunter die verschiedenen traditionellen Begrüßungsrituale der verschiedenen Kulturen rund um den Globus. Wo man sich früher euphorisch umarmt oder die Nasenspitzen aneinandergerieben hat, winkt man sich derzeit eher zurückhaltend aus der Ferne oder – wer nicht ganz auf Körperkontakt verzichten möchte – stößt Ellbogen oder Fußspitzen aneinander. 

Das soll natürlich kein Dauerzustand bleiben: Werfen Sie also mit uns einen Blick auf unterschiedliche Begrüßungsritual, damit Sie, wenn die Umstände es wieder erlauben, auf Ihren Reisen stets den richtigen Ton treffen – auch ohne Worte: 

Konnichiwa! In Japan gehört die Körpersprache zur Begrüßung dazu: vom angedeuteten Kopfnicken über eine leichte Verbeugung bis hin zur tiefen Verneigung im rechten Winkel – das hängt immer davon ab, wie viel Demut Ihrem Gesprächspartner gegenüber Sie an den Tag legen möchten. Wenn Sie sich unsicher sind, welches Begrüßungsritual angebracht ist, beschränken Sie sich auf ein dezentes, aber deutliches Kopfnicken. Bozu! In Neukaledonien sind traditionelle Stammeskulturen von großer Bedeutung – selbst bei der Begrüßung. Auf der pazifischen Inselgruppe hat sich der europäische Brauch des festen Händedrucks eingebürgert. Dennoch sollte man dabei stets den Blick senken, um seinem Gegenüber Respekt zu zollen. Dzień dobry! Auch in Polen gilt das Händeschütteln als geläufige Art der Begrüßung – bloß keine Wangenküsschen! Die sind guten Bekannten, guten Freunden und der Familie vorbehalten. Geben Sie sich für den Anfang lieber mit einem festen, aber freundschaftlichen Händedruck zufrieden. Hello! Auch in den USA sind Küsschen zur Begrüßung eher unüblich – auf der anderen Seite des Atlantiks schüttelt man sich die Hand oder umarmt sich je nach Situation und Anlass. Der sogenannte Hug ist dabei eine recht energische und ambitionierte Umarmung, bei der sich zumindest die Schultern berühren. Wenn Sie Ihr Gegenüber bereits kennen, kann durchaus auch ein freundschaftliches Rückenklopfen angebracht sein. Buen día! Argentinien ist ein geselliges Land und entsprechend verhält es sich auch mit der Art der Begrüßung – hier geht man auf Tuchfühlung und Wangenküsschen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Miteinander. Auch bei neuen Bekanntschaften werden die Lippen gespitzt (ein Kuss auf die linke Wange reicht hier aus), später darf es auch ein Abrazo, eine liebevolle Umarmung, sein. Bonjour! In Frankreich ist man anpassungsfähiger: Von der Stereotype der drei Küsschen ist nicht viel übrig geblieben: ob zwei, drei oder vier Küsschen, ein Händedruck oder eine Umarmung – das hängt sowohl von der Situation als auch von der Region ab, in der Sie sich befinden. Machen Sie es am besten wie die anderen um Sie herum.

Fun Fact: In Wuhan, der Stadt, die durch die Corona-Pandemie traurige Berühmtheit erlangte, ist jetzt eine alternative Begrüßungsart entstanden, damit das Miteinander auch in Krisenzeiten gesellig bleibt: der Wuhan Shake. Anstatt sich die Hände zu geben oder sich zu umarmen, stoßen junge Chinesen jeweils einmal den linken und rechten Fuß aneinander – berühmt wurde diese neue Art der Begrüßung durch Verbreitung auf dem sozialen Netzwerk Tik Tok.

Grundsätzlich gilt: Orientieren Sie sich am besten an den Einheimischen um sich herum. Diese werden wahrscheinlich sogar mit der angemessenen Art der Begrüßung auf Sie zugehen. Machen Sie sich nicht allzu viele Sorgen, in ein Fettnäpfchen zu treten – an den meisten Orten der Welt ist man sich schließlich bewusst, dass sich die Begrüßungsformalitäten auf den Kontinenten unterscheiden. Mit ein wenig charmanter Plauderei und einem Lächeln können Sie einen Faux-pas ganz schnell wieder gutmachen. Gute Reise!


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